Die Legende des Wing Tsun - Teil 4: Der Sieg und das Erbe

Eines Tages erfuhr die Nonne Ng Mui von dem Schicksal über Yim Wing Chun und den Drohungen und empfang tiefes Mitleid mit ihr. So versprach sie ihr, sie in der Kunst des Kämpfens zu unterrichten, damit die sich selbst schützen könne. Als Yim Wing Chun nach einiger Zeit des harten Trainings die Techniken, die ihr Ng Mui vermittelt hatte beherrschte, forderte sie den Tyrannen zu einem Zweikampf heraus.

Dieser nahm die Herausforderung voller Ironie an, da er sich seines Sieges über eine vermeintlich schwache Frau völlig sicher war. Doch nach einem sehr kurzen Kampf hatte Yim Wing Chun ihren Gegner gesiegt. Die erlittene Schande brachte den Tyrannen dazu, seine Forderungen um Yim Wing Chun aufzugeben und das Dorf zu verlassen. Er musste erkennen, dass einer Kämpferin wie sie nicht mehr mit Drohungen einzuschüchtern war.

Die Nonne Ng Mui erfuhr von dem Ereignis und war stolz auf ihre Schülerin. Ihr wurde klar, dass Yim Wing Chun die Techniken beherrschte und sich im echten Kampf behaupten konnte. Nach dieser Begebenheit verließ die Nonne das Dorf und setzte ihre Reise durch das Land fort. Bevor sie jedoch ging, nahm sie Yim Wing Chun das Versprechen ab, die geleehrte Kunst des Kung Fu stets aufrechtzuerhalten und zu ehren.

Nachdem Yim Wing Chun schließlich ihren Verlobten Leung Bok Chau geheiratet hatte, gab sie ihr Wissen der Kunst des Kämpfens,  an ihren Gatten weiter. Dieser war von der Effektivität der Techniken so beeindruckt, dass er das System zu Ehren seiner Frau den Namen "Wing Chun Kung Fu" gab.