Ursprünglich war WingTsun ein rein waffenloser Selbstverteidigungsstil. Erst im Laufe der Zeit (etwa im 17. Jahrhundert) wurden Waffenformen eingeführt, die perfekt mit den Prinzipien der waffenlosen Formen harmonieren. Hierzu gehören der Langstock (Luk Dim Boon Kwun), bekannt als fünfte Form und die Doppelmesser/Schmetterlingsmesser (Bart Cham Dao) , sechste und abschließende Form des Systems.
Diese Waffen sind heute nicht für den täglichen Einsatz gedacht, sondern bilden einen integralen Bestandteil des traditionellen Ausbildungssystems. Es existieren jedoch zahlreiche Parallelen zu den waffenlosen Techniken: Das Wissen aus den Waffenformen lässt sich direkt auf den waffenlosen Kampf übertragen. Dies dient sowohl als wertvolle Ergänzung als auch zur Veranschaulichung tieferliegender, neuer Prinzipien.
Der Zweck von den Waffen im WingTsun:
Zusätzlich stärken sie die Körpermechanik und die Muskulatur auf einzigartiger Weise. Das Training mit dem Langstock verbessert massiv die Standfestigkeit und die Schlagkraft aus der Körpermitte heraus, während die Doppelmesser das Timing, die Präzision und das Winkelgefühl schärfen.

